


- Vorzüge intelligenter Verbrauchsmessung transparent machen
Frankfurt am Main, 11. Februar 2010 – Am Rande der Messe E-world energy & water in Essen wurde im ZVEI die Kampagne „Pro Smart Metering“ gestartet. Ziel ist, dem Verbraucher transparent zu machen, welche Zusatzinformationen und welchen Nutzen die „Smart Meter“ genannten neuen Zähler bringen. Bereits in einigen Regionen installierte Geräte messen den Stromverbrauch; Smart Meter für Gas, Wasser und Wärme sind in der Einführungsphase.
Für den Stromkunden wichtigste Neuerung ist, dass der Verbrauch aktuell und direkt angezeigt werden kann. Herbert Brunner, Vorsitzender der ZVEI-Fachabteilung ‚Zählung und Systemlösungen‘, erklärt: „Mit den neuen digitalen Zählern und entsprechender Peripherie lassen sich versteckte Energiefresser aufspüren und das eigene Verbrauchsverhalten ohne Komforteinbußen optimieren.“ Smart Meter erlauben darüber hinaus, diese Informationen an den Stromversorger zu melden und künftig beispielweise unterschiedliche Tarife zu verschiedenen Uhrzeiten zu nutzen. So können letztlich mehr Privatkunden von ihrem persönlichen Sparpotenzial profitieren. Brunner schätzt, dass deutsche Haushalte zum Beispiel ihre Stromrechnung um drei bis sieben Prozent senken könnten.
Aber nicht nur finanziell ist Smart Metering ein Gewinn. Aufgrund des optimierten Verbrauchsverhaltens werden Ressourcen geschont und CO2-Emissionen gesenkt.
Die von Mitgliedern des ZVEI-Fachverbands Energietechnik gestartete herstellerübergreifende Kampagne adressiert Handwerk und Haushalte. In leicht verständlichen Worten gibt sie Antworten auf Fragen wie: Was ist an den neuen Messgeräten „smart“? Wie können Kunden die „Intel-ligenz“ der Zählertechnik für sich nutzen? Welche Energiearten werden vom Smart Meter erfasst? Und wer ist der Ansprechpartner für Endkunden? Die wichtigste Botschaft transportiert bereits das Motto der Kampagne: „Schlau messen, bewusst verbrauchen, clever sparen“.
Zwar hat der Gesetzgeber zum 1. Januar 2010 grundsätzlich die Weichen für die Einführung von ‚Smart Metern‘ gestellt und in einigen Regionen sind bereits viele Haushalte mit den neuen Zählern für Stromverbrauch ausgestattet. „Der Begriff ‚Smart Metering’ ist dennoch bei privaten Kunden faktisch unbekannt“, so eine Folgerung der Nordlight research GmbH, Hilden, nach einer Befragung von etwa 1.000 Haushalten im Jahr 2009. Unklar ist auch, welcher Nutzen sich hinter der neuen Messtechnik verbirgt. Hier setzt die Kampagne an.
Jedoch weist die Initiative darauf hin, dass vor der Anschaffung eines Smart Meter auf eigene Initiative geklärt werden muss, was er können sollte und welche Geräte daher in Frage kommen. „Nicht mit jedem Gerät lassen sich alle Vorteile erschließen“, warnt Brunner.
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